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Halle-Forum in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) 2022

Die Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) führt in Kooperation mit der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, der Stiftung Rechtsstaat Sachsen-Anhalt e.V., dem Verein Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V., der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e. V. und der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V./ Politisches Bildungsforum Sachsen-Anhalt auch in diesem Jahr das „Halle Forum“ durch. Dieses wird vom 22. September bis 23. September 2022 im  Mitteldeutschen Multimediazentrum Halle stattfinden. Der inhaltliche Fokus des Halle-Forums liegt in diesem Jahr auf dem Thema „Zwischen KSZE-Prozess und verschärfter Verfolgung. Die Bürgerrechtsbewegung im SED-Staat der 1970er- und 1980er-Jahre“. 

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Angaben auf der Homepage der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale).

 

Impressionen vom Halle-​Forum mit der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) 2022, hier 22.9.2022

Impressionen vom Halle-​Forum mit der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) 2022, hier 23.9.2022

Rückschau zu vergangenen Veranstaltungen:

Halle-Forum in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) 2021

(Stand: 25.10.2021)

Das Halle-Forum in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) 2021, hat Donnerstag/Freitag 21. bis 22.10.2021, stattgefunden. Einzelheiten finden Sie in diesem Auszug aus dem Rundbrief August 2021 (PDF).
Die Veranstaltung war ausgebucht, wurde aber für Interessierte im Livestream übertragen (siehe Verlinkungen im Infobereich der Seite).

 

Impressionen vom Halle-​Forum mit der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) 2021, hier 21./22.10.2021

26. Halle-Forum in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) 2020

(Stand: 14.8./1.10.2020)

Das 26. Halle-Forum in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) 2020, geplant für Donnerstag/Freitag 1. bis 2.10.2020, ist in Absprache zwischen den Veranstaltern mit Rücksicht auf den hohen Anteil potentiell Teilnehmender aus der Risikogruppe abgesagt.

 

25. Halle-Forum in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) 2019

(Stand: 21.10.2019)

Das 25. Halle-Forum in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) 2019 fand Mittwoch/Donnerstag/Freitag 16. bis 18.10.2019 statt.

 

Fotogalerie zum 25. Halle-Forum ROTER OCHSE, hier 16.10.2019

Fotogalerie zum 25. Halle-Forum ROTER OCHSE, hier 17.10.2019 vormittags

Fotogalerie zum 25. Halle-Forum ROTER OCHSE, hier 17.10.2019 nachmittags

Fotogalerie zum 25. Halle-Forum ROTER OCHSE, hier 18.10.2019

Impressionen vom 25. Halle-Forum in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale), hier 17./18.10.2019

Treffen ehemaliger politischer Häftlinge beim 25. Halle-Forum in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) 2019

Schwerpunkt des Halle-Forums 2019 ist das DDR-Grenzregime. Die Veranstaltung thematisiert die Zeit der deutschen Teilung, versuchte „Republikflucht“ und Fluchthilfe aus dem Westen sowie Fragen der Aufarbeitung. Wir erinnern an die Verzweiflung und den Mut der Menschen, die den Eisernen Vorhang überwinden wollten und an jene, die auf der Flucht getötet wurden, möchten aber auch Freude und Freiheitsgefühl der Menschen nicht vergessen, denen die Flucht aus dem sowjetischen Einflussbereich im damaligen Ostblock gelang.      

Nach einem Empfang in den Räumen der Saline in Halle am frühen Mittwochabend wird am zweiten Veranstaltungstag der Kinofilm „Ballon“ von Michael Herbig im Thelight-Cinema in Halle-Neustadt gezeigt.  

Über die „Grenzen des Sozialismus“ referiert am Nachmittag Dr. Stefan Appelius vom Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität Berlin. Der Referent betrachtet dabei insbesondere  das gesamte mitteleuropäische Ost-West-Grenzregime der Nachkriegszeit. Über seine Aktivitäten als Fluchthelfer spricht Dr. Burkhart Veigel, der ca. 650 Menschen im geteilten Berlin dazu verhalf, die DDR zu verlassen. Der Fluchtweg von Lothar Herfurth und Elisabeth Voitzsch führte durch mehrere Ostblockstaaten – bis zu ihrer Festnahme an der jugoslawischen Grenze im August 1972. Beide Zeitzeugen sprechen über ihre Erfahrungen und persönlichen Schicksalswege. Am Ende des zweiten Veranstaltungstages kann die Ausstellung der Landesbeauftragten „An der Grenze erschossen“ besichtigt werden, die die Todesopfer in und aus Sachsen-Anhalt namentlich erinnert und würdigt. 

Am dritten Tag des Halle-Forums wird in einem Podium über den Stand der Aufarbeitung und Erinnerung im Jahr 2019 diskutiert.          

Programmflyer (Stand 29.7.2019)

 

24. Halle-Forum in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) 2018

(Stand: 1.11.2018)

Das 24. Halle-Forum in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) 2018 fand Donnerstag/Freitag 25. und 26.10.2018 statt.

 

Impressionen vom 24. Halle-Forum in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) 25.10.2018

Impressionen vom 24. Halle-Forum in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) 26.10.2018

Treffen ehemaliger politischer Häftlinge beim 24. Halle-Forum am 25. und 26. Oktober 2018

Am 25. und 26. Oktober 2018 richtet die Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur das 24. Halle-Forum aus. Das größte Treffen ehemaliger politischer Häftlinge in Sachsen-Anhalt stellt erneut die Frage nach den Lagern des NKWD in den Mittelpunkt.

Zivilpersonen – auch aus Sachsen‐Anhalt – wurden dort häufig ohne Angabe von Gründen interniert und teilweise weiter nach Sibirien oder auch nach Kasachstan deportiert.
Darüber wird Dr. Julia Landau sprechen, die als Kustodin für die Aufarbeitung der Geschichte des sowjetischen Speziallagers Nr. 2 bei der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau‐Dora zuständig ist. Sie wird auch über Internierte aus Sachsen‐Anhalt berichten und die Deportation nach Kasachstan nachzeichnen.
Sybille Krägel von der Initiativgruppe des NKWD‐Lagers Tost informiert über den Weg der Speziallagerhäftlinge aus verschiedenen GPU‐Kellern nach Toszek / Tost in Oberschlesien. Sie hat mehr als 4.500 Namen von Internierten, von denen 3.000 innerhalb von 8 Monaten umkamen, recherchiert und initiierte die Errichtung einer Gedenkstätte, die 1998 eingeweiht wurde. Dafür erhielt sie 1999 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und ist Ehrenbürgerin der Stadt Tost. Sybille Krägel berichtet exemplarisch auch über Internierte aus Sachsen‐Anhalt.
Klara Pinerova ist Historikerin am Institut für das Studium totalitärer Regime in Prag. Sie wird über die Geschichte des Lagers in Jáchymov / Joachimsthal und den Einsatz deutscher Kriegsgefangener sowie politischer Häftlinge beim Uranabbau im deutsch‐tschechischen Grenzgebiet sprechen.
Im anschließenden Podiumsgespräch wird über die Frage der Anerkennung und Würdigung politisch Verfolgter, über Formen des Gedenkens und die Notwendigkeit der Erinnerung diskutiert.

Programmflyer (Stand 23.8.2018)

 

23. Halle-Forum in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) 2017

Das 23. Halle-Forum in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) 2017 fand Mittwoch/Donnerstag 25. und 26.10.2017 statt.

 

 

Impressionen vom 23. Halle-Forum ROTER OCHSE Halle (Saale) im Elisabeth-Gymnasium Halle (Saale) 25.10.2017

Impressionen vom 23. Halle-Forum ROTER OCHSE Halle (Saale) im Ankerhof 26.10.2017

Pressemitteilung Nr. A 17 / 2017: Halle-Forum 2017 Vom „Roten Ochsen“ nach Mühlberg (Elbe) Haft in den sowjetischen Speziallagern in der SBZ/DDR. Magdeburg, 20. Oktober 2017

Das 23. Halle-Forum, das größte Treffen ehemaliger politischer Häftlinge in Sachsen-Anhalt, widmet sich in diesem Jahr der Inhaftierungspraxis in den sowjetischen Speziallagern in der SBZ/DDR sowie Fragen nach der Bewahrung der Erinnerung an dieses Kapitel der Nachkriegsgeschichte.

Die Veranstaltung beginnt am 25. Oktober ab 10:30 Uhr in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale), wo u.a. eine Führung durch die benachbarte Justizvollzugsanstalt angeboten wird.

Das Tagungsprogramm beginnt ab 14:00 Uhr im Elisabeth-Gymnasium Halle mit einem Grußwort der Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch und von Bürgermeister Egbert Geier.

Am Abend findet ein Zeitzeugengespräch mit den ehemaligen Speziallagerhäftlingen Herbert Hecht, Eberhard Hoffmann, Dietrich Nolte und Joachim Stern statt. Daran teilnehmen werden auch der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt Dr. Reiner Haseloff sowie Schülerinnen und Schüler des Elisabeth-Gymnasiums Halle. Das Gespräch widmet sich insbesondere der Frage, wie persönliche Erinnerungen für nachfolgende Generationen bewahrt und zugänglich gemacht werden können.

Ort:     Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale), Elisabeth-Gymnasium, Hotel Ankerhof Halle
Zeit:    25./26. Oktober 2017

 

Näheres entnehmen Sie bitte der anliegenden Pressemitteilung.

>> Zur Pressemitteilung (PDF-Datei)

>> Zur Themenseite Halle-Forum

 

 

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Treffen ehemaliger politischer Häftlinge beim 23. Halle-Forum am 25. und 26. Oktober 2017

Am 25. und 26. Oktober 2017 richtet die Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur das 23. Halle-Forum aus. Das größte Treffen ehemaliger politischer Häftlinge in Sachsen-Anhalt stellt den Zusammenhang zwischen der Untersuchungshaftanstalt „Roter Ochse“ in Halle und dem Speziallager Nr. 1 Mühlberg sowie anderen sowjetischen Speziallagern in den Mittelpunkt.

Achtung Änderung im Programmablauf: wegen der hohen Nachfrage findet das 23. Halle-Forum bereits ab dem Programmpunkt 14 Uhr im Elisabeth-Gymnasium statt; für Teilnehmer der Führungen und des Mittagessens in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) steht 13.15 Uhr ein Bustransfer bereit. Die Änderungen sind in den Programmflyer (siehe unten) eingearbeitet.

Am ersten Programmtag, Mittwoch, dem 25.10.2017, wird Dr. Daniel Bohse eine Einführung in das System der Speziallager in der SBZ (Sowjetische Besatzungszone) und die Internierungsorte in der Provinz Sachsen geben. Dabei wird er sowohl auf die Speziallager wie auf das weitverzweigte Geflecht kleinerer temporärer Internierungsstätten eingehen.
Am Abend wird der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt ein Zeitzeugengespräch mit ehemali-gen Häftlingen von Speziallagern und Schülerinnen und Schülern des Elisabeth-Gymnasiums Halle führen. Das Elisabeth-Gymnasium sorgt zugleich für die musikalische Begleitung des Gesprächs.
Am zweiten Programmtag steht die Frage der Bewahrung von Erinnerungen im Mittelpunkt. Zunächst geht es darum, dass Informationen aus der mündlichen Tradition und aus dem Gedächtnis überhaupt gesichert und später durch Dokumente überprüfbar werden. Zum anderen steht die Frage, wie Informationen und Erinnerungen in die Öffentlichkeit transportiert werden können. Aber auch, wie Dokumente, Briefe oder Kassiber überhaupt auch für zukünftige Generationen aufbewahrt und zugänglich gemacht werden, soll an diesem Vormittag bedacht werden. Dabei stehen insbesondere Überlieferungen ehemaliger Häftlinge und politisch Verfolgter im Mittelpunkt, die sich nicht sicher sind, was aus ihrem eigenen Fundus überliefert werden sollte, wo dies geschehen kann und wo sie dazu Hilfe erhalten können.

Programmflyer (Stand 28.9.2017)

 

Impressionen vom 22. Halle-Forum in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) 2016

Pressemitteilung Nr. A40/2016 zur PK zum Halle-Forum 2016: Landesbeauftragte Birgit Neumann-Becker: Lebensleistungen der Opfer kommunistischen Diktaturen besser anerkennen

Halle, 3.11.2016

Interesse an Beratungen der Landesbeauftragten ungebrochen

„Die Lebensleistungen der Opfer der kommunistischen Diktaturen müssen besser anerkannt werden“, sagt die Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Frau Neumann-Becker, anlässlich des Halle-Forums 2016. „In Deutschland besteht eine Diskrepanz zwischen der politischen Intention der Rehabilitierung und den gesetzlichen Normen. In den Beratungen erleben wir Menschen, die in Grenzfällen oder Gerechtigkeitslücken stecken, deren Verfolgung nicht rehabilitierbar ist, weil sie nicht ‚schwer genug‘ geschädigt worden sind oder weil ihre Fallkonstellation in den Gesetzen nicht abgebildet ist. Die Gerechtigkeitslücke entsteht durch eine faktisch verweigerte Anerkennung der Lebensleistung SED-Verfolgter und der Wiederholung von Konflikten mit staatlichen Stellen.“ Die Landesbeauftragte fordert weitere Anstrengungen zur Verbesserung des Gesetzesvollzugs und der Anpassung der gesetzlichen Normen.

Das Halle-Forum 2016 steht unter dem Motto „Der Umgang mit den Opfern kommunistischer Diktaturen“. Zum 22. Mal treffen sich am 3. und 4. November 2016 ehemalige politische Häftlinge aus verschiedenen Strafvollzugseinrichtungen in Halle (Saale). Zwei Tage lang diskutieren etwa 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland mit Experten zu den Aspekten Aufarbeitung, Entschädigung und Anerkennung. Das Halle-Forum ist das größte Treffen ehemaliger politischer Häftlinge in Sachsen-Anhalt.

Seit 15 Jahren flächendeckendes Beratungsangebot in Sachsen-Anhalt

Die Arbeit mit den Opfern der SED-Diktatur und ihre Begleitung bei Aufarbeitung und Rehabilitierung ist eine zentrale Aufgabe der Landesbeauftragten. Seit nunmehr 15 Jahren bietet die Behörde flächendeckend in Sachsen-Anhalt Beratungstage an. Zwischen Arendsee und Zeitz fanden im ersten Halbjahr 2016 individuelle  Beratungen in 23 Städten und Gemeinden statt. Weitere 19 Termine werden bis Ende November hinzugekommen sein. Darüber hinaus gibt es monatlich je einen Sprechtag in Dessau, Halle, Lutherstadt Eisleben, Magdeburg (wöchentlich), Naumburg, Stendal, Wernigerode sowie seit Oktober 2016 auch in Lutherstadt Wittenberg.

Mehr als 1.100 Betroffene haben in diesem Jahr bereits einen Beratungs- oder Sprechtag aufgesucht. 27 Personen kamen im ersten Halbjahr 2016 durchschnittlich zu einem Termin. Besonders nachgefragt werden u.a. die Spätsprechstunden für Berufstätige bis 17 Uhr.

Beratungen zu strafrechtlichen, beruflichen oder verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsmöglichkeiten - zumeist mit einer Antragstellung auf Anerkennung und Entschädigung verbunden - nehmen mehr als die Hälfte der Beratungszeit in Anspruch. Darüber hinaus geht es vielfach um die Einsicht in die Stasi-Akten. Partner der Behörde bei den Beratungs- und Sprechtagen sind der Caritasverband für das Bistum Magdeburg e.V., die Außenstellen Halle und Magdeburg des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen sowie die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Pressemitteilung

 

 

Trauer um Dr. Hans-Jürgen Grasemann

Wir trauern um Dr. Hans-Jürgen Grasemann, der die Arbeit der Landesbeauftragten oft und gerne durch Vorträge im Lande Sachsen-Anhalt unterstützt hat.

Seine jüngste Zusage zum Halle-Forum 2016 musste er krankheitsbedingt absagen. Mit Bestürzung haben wir von seinem plötzlichen Tod erfahren.

Birgit Neumann-Becker

Magdeburg, 14.11.2016

Treffen ehemaliger politischer Häftlinge beim 22. Halle-Forum am 3. und 4. November 2016

Am 3.und 4. November 2016 richtet die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen in Sachsen-Anhalt das 22. Halle-Forum aus. Es ist das größte Treffen ehemaliger politischer Häftlinge aus den verschiedenen Strafvollzugseinrichtungen auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt. Im Mittelpunkt der Tagung steht das Thema des Umgangs mit den Opfern kommunistischer Diktaturen.

So werden Oberstaatsanwalt i.R. Bernhardt Jahntz (der anstelle des erkrankten Oberstaatsanwalts a.D. Dr. Hans-Jürgen Grasemann als Referent gewonnen werden konnte) über den Stand der strafrechtlichen Aufarbeitung von SED-Unrecht und Dr. Clemens Vollnhals vom Hannah-Arendt-Institut Dresden zur Einschätzung der Rehabilitierung und Entschädigung der SED-Verfolgten sprechen. Im Auftrag der Europäischen Kommission wurde eine Studie zur Lage der Opfer des Kommunismus in Europa publiziert. Teilaspekte daraus stellt Johanna Weidel, Mitautorin der Studie, vor. Horst Böttge berichtet in seinem Buch „Drangsaliert und dekoriert“ über das Schicksal seines Bruders Richard, der als 16-Jähriger von einem sowjetischen Militärgericht zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt  wurde. Es folgte – mit der Stasi im Genick – eine bemerkenswerte Karriere, beispielhaft für Zielstrebigkeit, Aufrichtigkeit und Anstand. Die Lesung am Donnerstagabend ist öffentlich und wird musikalisch von Holger Gottwald begleitet.

Die Errichtung von Denkmalen und die Unterhaltung von Erinnerungsorten an die Opfer kommunistischer Diktatur ist Gegenstand des Beitrages von Dr. Anna Kaminsky von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Sie gibt einen Einblick in die Anlässe und Gestaltung von Denkmalen, Erinnerungszeichen und Museen in Mittel- und Osteuropa und auch in Sachsen-Anhalt. Wie können Erinnerungszeichen wirksam gestaltet werden? Die Initiatoren der Initiative „Erinnerungsort Gefängnis Naumburg“, Mischa Naue und Dr. Susan Baumgartl, stellen ihr Projekt vor, bei dem ehemalige politische Häftlinge und engagierte Unterstützerinnen und Unterstützer zwei „Tage der Offenen Tore“ ausgerichtet haben und weitere Projekte planen.

Programmflyer

Einladung zum Pressegespräch am 3.11.

Pressemitteilung zur öffentlichen Lesung am 3.11.

Pressemitteilung zum Programm

 

 

Aufzeichnung des Halle-Forums 2022

Das Halle-​Forum mit der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) 2022, hat Donnerstag 22.09. und Freitag 23.09.2022 stattgefunden. Die Veranstaltung zum Thema „Zwischen KSZE-Prozess und verschärfter Verfolgung. Die Bürgerrechtsbewegung im SED-Staat der 1970er- und 1980er-Jahre“ wurde auch in diesem Jahr zusätzlich im Livestream übertragen. Auf dem youtube-Kanal der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt können die Mitschnitte der beiden Tage abrufen werden.

Links zu Beiträgen vergangener Veranstaltungen

Videomitschnitte des Halle-Forums ROTER OCHSE 2021

Das Halle-​Forum mit der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) 2021, hat Donnerstag 21.10. und Freitag 22.10.2021 stattgefunden. Die Veranstaltung war ausgebucht, wurde aber zusätzlich im Livestream durch den Offenen Kanal Wettin übertragen, auf dessen youtube-Kanal Sie weiterhin die Mitschnitte der beiden Tage abrufen können.

 

Ballonflucht vom 16.9.1979

Das Haus der Bayerischen Geschichte präsentiert wie hier im Museumsmagazin online zu sehen den Original-Ballon. Die (Neu-)Verfilmung von Bully Herbig wurde u.A. im Rahmen des 25. Halle-Forums ROTER OCHSE gezeigt. Der für diese Neuverfilmung hergestellte Nachbau wird seit Wiedereröffnung des Museums dort ebenfalls präsentiert (Stand 16.9.2021).

MDR.DE: Die Opfer des Speziallagers Mühlberg

Düster ist das Erbe der sowjetischen Militäradministration in Ostdeutschland. Wolfgang Schilling (MDR) sprach mit Historikern und Opfern des Lagers Mühlberg, die in dieser Woche (26.10.2017) in Halle zusammenkamen. (7:47 Minuten); nicht mehr in der Mediathek.

MDR.DE: Mühlberg - ein fast vergessener Erinnerungsort

In Halle treffen sich am 25. und 26.10.2017 ehemalige Häftlinge des Speziallagers Nr. 1 in Mühlberg/Elbe. Wolfgang Schilling (MDR) hat mit einigen von ihnen und mit Mitarbeitern der Gedenkstätte gesprochen. (4:06 Minuten); nicht mehr in der Mediathek.

Halle-Forum fordert Aufarbeitung ein

Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch hat am Mittwoch, 25. Oktober 2017, am größten jährlich stattfindenden Treffen ehemaliger politischer Häftlinge in Sachsen-Anhalt, dem 23. Halle-Forum, teilgenommen. In ihrem Grußwort ging sie auf die zukünftige Bedeutung der Aufarbeitung des DDR-Unrechts ein: ... (Beitrag nicht mehr auf der Landtagsseite)

 

Presseecho zum Halle-Forum 2016

Das lange Ringen ... (MZ vom 4.11.2016); nicht mehr abrufbar

(Zur Pressemitteilung A40/2016)