Sommerfest Erinnern!
Samstag, 22.08.2026 12-22 Uhr
30 Jahre Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn - 30 Jahre Erinnerung an Teilung und Einheit. Seit dem 13. August 1996 hat sich auf dem Gelände der ehemals größten innerdeutschen Grenzübergangsstelle viel getan. Zum 30. Gründungstag feiert die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn nicht nur 30 Jahre erfolgreiche Arbeit - sie feiert, dass das Ende der DDR-Diktatur es möglich machte, aus einem Ort der Kontrolle und Gewalt einen Ort der Erinnerung, Vermittlung und Begegnung zu schaffen.
Aus diesem Anlass präsentieren sich Initiativen, Einrichtungen und Akteur:innen im Bereich der Erinnerungskultur, der Demokratiebildung, der Menschenrechtsarbeit und der Stärkung zivilgesellschaftlicher Strukturen.
Auch der Aufarbeitungsbeauftragte wird mit einem Stand präsent sein. Mit im Gepäck ist unsere Ausstellung "Fluchtpunkt Botschaft Prag".
Höhepunkt des Sommersts ist ein Konzert der Band Keimzeit.
Das vollständige Programm entnehmen Sie dem Programmflyer.
Brüsewitz-Gedenkwoche 17. bis 23. August 2026
Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung vor der Michaeliskirche
18.08.2026, 11.55 Uhr, Michaeliskirche, Zeitz
Den Auftakt der Gedenkwoche bildet eine Gedenkveranstaltung am Ort der Selbstverbrennung des Pfarrers Oskar Brüsewitz am 18. August 1976. Landesbischof Friedrich Kramer hält eine Ansprache. Im Anschluss findet in der Michaeliskirche ein evangelisches Requiem statt.
„Der Störenfried“. Filmvorführung mit Regisseur Thomas Frickel
18.08.2026, 16 Uhr, Brühl Cinema, Zeitz
Anknüpfend an die Gedenkveranstaltung wird um 16 Uhr der Dokumentarfilm „Der Störenfried“ gezeigt. Im Anschluss findet ein Gespräch mit dem Regisseur Thomas Frickel, seinem damaligen Kontakt vor Ort, Helmut Pöschel, und dem OKR i. R. Christian Fuhrmann statt.
Protest! Wie weit gehen für die eigenen Ideale? Der Fall Brüsewitz heute
20.08.2026, 18 Uhr, Nikolaikirche, Zeitz
Warum verbrannte sich Oskar Brüsewitz? Wie weit darf man für die eigenen Überzeugungen gehen? Nach einer Theatereinlage des CJD-Gymnasiums Droyßig diskutieren der Historiker Dr. Karsten Krampitz und Pfarrerin i. R. Ursula Meckel unter der Moderation des Autors Aron Boks. Musikalische Beiträge der Musikschule Zeitz rahmen die Veranstaltung.
Gedenkgottesdienst
23.08.2026, 13 Uhr, Evang. Kirche Rippicha, 06712 Gutenborn-Droßdorf
In der Kirche Rippicha, Oskar Brüsewitz' einstiger Wirkungsstätte, findet am Sonntag nach seinem Todestag ein Gedenkgottesdienst statt.
Land.Wirtschaft.Leben. Wer bestellt das Feld? Landwirtschaftliches Leben in Sachsen-Anhalt von 1945 bis heute
Seit 1945 hat sich das Leben auf dem Land grundlegend verändert. Bodenreform, Kollektivierung, staatliche Steuerung und die Umbrüche nach 1989/90 haben Landwirtschaft, Eigentum und Familiengeschichten in Sachsen-Anhalt nachhaltig geprägt. Die Veranstaltungsreihe Land.Wirtschaft.Leben bringt diese Erfahrungen mit heutigen Herausforderungen in der regionalen Landwirtschaft zusammen. In Podiumsdiskussionen kommen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Gäste aus Landwirtschaft, Politik und Wissenschaft ins Gespräch. Die Reihe schafft Raum, über Geschichte, Verantwortung und Zukunft der Landwirtschaft zu sprechen – dort, wo sie gelebt wird.
Vier Abende, vier Landkreise, vier Perspektiven auf Land, Wirtschaft und Leben. Diskutieren Sie mit.
Eintritt frei.
Beginn: 18 Uhr
Rahmenprogramm ab 16:30 Uhr
16.04.2026, Börde-Museum Burg Ummendorf
Meyendorffstraße 4, 39365 Ummendorf
“Wer die Bäuerin nicht ehrt” – Frauen in der Landwirtschaft seit 1945
05.06.2026, Dorfgemeinschaftshaus Tanne
Wie halten wir das Tier? Fleisch- und Milchproduktion im Wandel der Systeme
18.09.2026, Grenzmuseum Böckwitz-Zicherie
Die Grenze beackern – Landwirtschaft an der ehemaligen innerdeutschen Grenze
Die Veranstaltung wird auch per Livestream übertragen.
12.11.2026, Stiftung Schulpforta
Land gewinnen – Kulturlandschaft vs. Landwirtschaft im Raum Naumburg seit 1945
Weitere Details zu allen Veranstaltungen finden Sie hier.
Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit dem Landesheimatbund, der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Sachsen-Anhalt und der Bundesstiftung Aufarbeitung statt.
Sie wird gefördert mit Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
»dakannstenichmeckern«: Veranstaltungsreihe mit Magdeburger Stadtschreiberin Anne Hahn 2026
Filmgespräch I Erzählsalon I Stadtspaziergang
Filmgespräche
Mittwoch, 27.5. 2026 - 19.30 Uhr
Schleimkeim - Otze und die DDR von unten Studiokino Regie: Jan Heck
Gäste: Antje Mißbach (Magdeburger Punk-Szene 80er Jahre) und Martina Schöne-Radunski (Schauspielerin, Regisseurin)
Mittwoch, 24.06.2026 - 19:30 Uhr
Verlorene Zeit - Gegen das Schweigen Studiokino
Regie: Torsten Eckold und Stefanie Falkenberg
Gäste: Stefanie Falkenberg (Historikerin, Filmemacherin) und Annett Gröschner (Schriftstellerin)
Mittwoch, 30.09.2026 - 19:30 Uhr
Striche Ziehen Studiokino
Regie: Gerd Kroske
Gäste: Grit Angermann (Protagonistin der Sprühaktion in Weimar) und Louise Müller (Fraktion Die Linke im Landtag Sachsen-Anhalt, FCM-Fan)
Karten unter https://www.studiokino.com/karten
Erzählsalons
Donnerstag, 20.8.2026 – 19:30 Uhr
Entfernt dieser Tage… Hof des Volksbades Buckau
Gespräch mit vier Protagonistinnen der Magdeburger Punk-Szene vor und nach 1989
Temporäre Ausstellung mit Fotografien 80er und 90er Jahre Magdeburgs
Karten unter https://www.courageimvolksbad.de
Sonntag, 20.9.2026 – 16:30 Uhr
Kaukasus und Karakum statt Altmark und Magdeburg Gedenkstätte Moritzplatz
Lesung und Gespräch zwischen Mieste Hotopp-Riecke und Anne Hahn zu Reisen in begrenzten Bahnen, Hoffnung auf Freiheit in der Ferne, Sehnsüchten - made in GDR. Reisen nach Aserbaidschan und Usbekistan zu Sowjet-Zeiten und knapp 40 Jahre später.
Stadtspaziergänge
Sonnabend, 25.7.2026 – 19:00 Uhr Treffpunkt Zollbrücke
Donauweibchen und Elbnixen
Schriftkünstler- und Musikerinnen aus Wien sind zu Gast in Magdeburg, um mit Nadja Gröschner, der Stadtschreiberin und dem Magdeburger Publikum auf den Spuren der verschwundenen Flussbadeanstalten entlang der Elbe zur einstigen Fähre am Wasserfall zu wandeln, einem Água-Walk zu lauschen, sich von fließenden Klangteppichen und einer Live-Performance verzaubern zu lassen.
Sonntag, 23.8.2026 – 17:00 Uhr Treffpunkt Foyer Hotel Maritim
Magdeburgs Mitte 1966
Nadja Gröschner und die Stadtschreiberin flanieren mit Magdeburgern am ehemaligen Hotel International beginnend durch ihre Stadt, wie sie sich vor sechzig Jahren präsentierte. Von der Juanita-Bar durch die Leiterstraße, am Café Liliput vorbei zum Blitzgastronom bis hin zum Stadt Prag und dem Blauen Bock. Historisches und Literarisches vermischen sich zu einem vergnüglichen Erzählstrauß mit überraschendem Ausgang.
Donnerstag, 15.10.2026 – 19:00 Uhr Treffpunkt Feuerwache Sudenburg
60 Jahre FCM: die Größten der Welt
Von der Feuerwache spazieren die Gäste des Abends mit der Stadtschreiberin und dem Autor Jan Mohnhaupt zum Heinrich-Germer-Stadion, Anne Hahn liest aus ihren Onkel-Horst-Geschichten zur Europokal-Saison 1973/74, Jan Mohnhaupt aus seinem frischen Sachbuch: „Der geteilte Rasen“, Nadja Gröschner bereichert mit historischen Fakten. Einmal Immer!
Karten unter www.feuerwache-magdeburg.de
Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation von: Beauftragter des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Forum Gestaltung, ICATAT, KulturSzene Magdeburg, Landeshauptstadt Magdeburg/ Stadtschreiberstipendium, Literaturhaus Magdeburg, PAKK e.V./ Feuerwache, Studiokino, Volksbad Buckau c/o Frauenzentrum Courage, Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg
Aufarbeitung von SED-Unrecht kompakt & online: 60-Minuten-Reihe 2026
Wir setzen unsere 60-Minuten-Reihe zur Aufarbeitung des SED-Unrechts im Herbst 2026 fort.
In dieser online stattfindenden Veranstaltungsreihe werden alle zwei Wochen aktuelle Forschungsprojekte zu Themen der Aufarbeitung des SED-Unrechts, aber auch zu Kunst und Alltagskultur der DDR allgemeinverständlich präsentiert. Im Anschluss gibt es Raum für Nachfragen und Diskussion.
Die einstündigen Veranstaltungen finden im Abstand von zwei Wochen dienstags von 17.00 bis 18.00 Uhr statt.
Sie können sich per E-Mail anmelden über veranstaltung@lza.lt.sachsen-anhalt.de.
Über diesen Zugangslink können Sie allen Veranstaltungen der 60-Minuten-Reihe beitreten.
Halle-Forum 2026: Das Jahr 1976
8. bis 9.10.2026
Anmeldeschluss: 17.08.2026
2026 ist mit Blick auf die DDR in mehrfacher Hinsicht ein „Jubiläumsjahr“: Schaut man 50 Jahre zurück, steht 1976 für eine ganze Reihe von Ereignissen, die die DDR als Repressionsstaat bloßstellten: Die Selbstverbrennung von Oskar Brüsewitz und die Ausbürgerung von Wolf Biermann, der Beginn der Ausreisebewegung und nach dem Tod Michael Gartenschlägers die Diskussion über das tödliche Grenzregime des SED-Staates. In all diesen Kontexten positionierten sich Bürgerinnen und Bürger der DDR, forderten damit Reaktionen des Staates heraus, die vielfach in strafrechtlicher Verfolgung endeten. Diesen Themen wollen wir uns wie in den Vorjahren über Vorträge und Diskussionen nähern.
Das Programm können Sie dem Veranstaltungsflyer entnehmen.
Anmeldung: Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale),
Am Kirchtor 20 b, 06108 Halle (Saale);
Kontakt Carmen Lück, Telefon 0345 470698332,
info-roterochse(at)erinnern.org
Veranstaltungsort: Mitteldeutsches Multimediazentrum (MMZ), Mansfelder Str.56, 06108 Halle (Saale)
"Tanz auf dem Vulkan. Widerständige Punk-Frauen in der DDR": Multimediale Lesung und Podiumsdikussion mit musikalischer Begleitung
Buchvorstellung von Geralf Pochop mit Frauen aus der Punk-Szene der DDR.
21.09.2026, 18 Uhr, Volkspark Halle
Eintritt frei.
Weitere Lesungstermine finden Sie hier.
Mehr zum Projekt "Untergrund war Strategie".
Exkursion am Grünen Band: Eckertalsperre ab ZOB Magdeburg
19.09.2026
Anmeldeschluss 4. September 2026
Fast 40 Jahre lang trennte der „Eiserne Vorhang“ die Menschen in Ost und West – in Deutschland und Europa. Das Grüne Band bewahrt die Erinnerung an diese unmenschliche Grenze, gleichzeitig wird dort aber auch das entstandene einzigartige Ökosystem geschützt. Die Exkursion führt auf den Spuren dieser jüngeren deutschen Geschichte. Die Grenze verlief während der deutschen Teilung mitten durch den Stausee. Auf der Staumauer zeugt bis heute eine Grenzsäule von diesem Teil der Geschichte. Der Zeitzeuge Lothar Engler wird aus seiner Zeit als BGS-Beamter berichten, das Grenzregime erklären und uns zu Orten von Fluchten führen.
Zeitplan:
8 Uhr Abfahrt ZOB Magdeburg
17 Uhr Rückfahrt, ca. 19 Uhr Ankunft ZOB Magdeburg
Der Eigenbeitrag pro Teilnehmerin/Teilnehmer der Touren beträgt 20 Euro bei Inanspruchnahme von Busfahrt und Imbiss, ohne Busanreise 10 Euro. Programmänderungen vorbehalten.
Anmeldungen für die Tour zur Eckertalsperre sind hier möglich: https://eveeno.com/299699022
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, Beauftragter des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt, Institut für Landesgeschichte am Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Landesheimatbund Sachsen-Anhalt, Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum, Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, Nationalpark Harz
Open-Air-Kino: In einem Land, das es nicht mehr gibt
29.08.2026
Einlass 19.00 Uhr. Beginn bei Einbruch der Dunkelheit. Eintritt frei.
Ort: Festwiese der Gemeinde Niegripp, Am See
Am 29. August veranstaltet der Verein der Niegripper Heimatfreu(n)de eine Open-Air-Vorführung des Kinofilms In einem Land, das es nicht mehr gibt (2022). Im Sommer 1989 fliegt Suzie kurz vor dem Abitur von der Schule. Statt zu studieren, muss sie sich nun als Arbeiterin in der sozialistischen Produktion bewähren. Ein zufälliges Foto öffnet ihr unverhofft die Tür in die glamouröse Welt der Mode. Suzie taucht ein in die Subkultur des Ostberliner Undergrounds, wo der extravagante Rudi ihr den ‚aufrechten Gang’ beibringt. Sie verliebt sich in den rebellischen Fotografen Coyote und erlebt die Freiheit, von der sie immer geträumt hat. Doch alles hat seinen Preis: Was ist es Suzie wert, ihren Traum zu leben?
Die Veranstaltung wird gefördert vom Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Veranstalter: Niegripper Heimatfreu(n)de zwischen Fluss und See e.V.
Vergangene Veranstaltungen
Wenn Widerspruch nötig wird: Oskar Brüsewitz, der Arbeitskreis Solidarische Kirche und der Wert des Protests
23. Juni 2026, 18:00 Uhr
Bundesstiftung Aufarbeitung, Kronenstraße 5, Berlin & Online über den Youtube-Kanal der Bundesstiftung.
Bitte nutzen Sie für die Teilnahme vor Ort das Anmeldeformular der Bundesstiftung Aufarbeitung.
Die Veranstaltung verbindet zwei historische Ereignisse aus Sachsen-Anhalt: die Selbstverbrennung des Pfarrers Oskar Brüsewitz 1976 in Zeitz und die Gründung des Arbeitskreises Solidarische Kirche 1986 in Wittenberg. Beide stehen für unterschiedliche Formen kirchlich geprägten Widerspruchs in der DDR – zwischen individuellem Protest und gemeinschaftlichem Engagement.
In drei Gesprächsrunden diskutieren Historikerinnen und Historiker, Kirchenvertreterinnen und Kirchenvertreter sowie Akteurinnen und Akteure aus Politik und Zivilgesellschaft über Protest, Verantwortung und demokratische Streitkultur damals und heute. Dabei geht es um die Frage, wie Räume entstehen, in denen Widerspruch möglich wird – in autoritären Systemen ebenso wie in demokratischen Gesellschaften. Es moderiert Vera Wolfskämpf, Landeskorrespondentin für Sachsen-Anhalt.
Podium I: Ein Zeichen setzen: Oskar Brüsewitz und der radikale Protest
- PD Dr. Sabine Stach, Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa, Leipzig
- Prof. Dr. Wolfgang Stock, ehem. Vorsitzender des Brüsewitz-Zentrums, Co-Autor „Das Fanal“, Remchingen
Podium II: Gemeinsam widersprechen: Der Arbeitskreis Solidarische Kirche
- Marianne Birthler, Mitbegründerin des Arbeitskreises Solidarische Kirche, Berlin
- Prof. Dr. Klaus Fitschen, Institut für Kirchengeschichte der Universität Leipzig
Podium III: Verantwortung tragen: Kirche in der demokratischen Gesellschaft
- Pfarrerin Dorothee Land, Leiterin des Zentrums für Dialog und Wandel der Evangelischen Kiche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Cottbus
- Dr. Ellen Ueberschär, Vorstandsvorsitzende der Stephanus-Stiftung, Berlin
Im Anschluss lädt ein Weinempfang zum weiteren Austausch ein.
Im Veranstaltungsflyer erhalten Sie weitere Informationen.
Veranstalter sind die Bundesstiftung Aufarbeitung, der Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt sowie die Evangelische Akademie zu Berlin.
Erfahrungen aus dem Leben von Schriftstellern in der DDR und im Heute
Lesung mit Albrecht Franke & Lutz Rathenow
16.06.2026, 18 Uhr
Café Klatschmohn, Kirchplatz 9, Wittenberg
Albrecht Franke, geboren 1950, lebt als freier Autor und Literaturkritiker in Stendal. Albrecht Franke stellt sein Buch über Christa Johannsen vor, einer Schriftstellerin in der DDR, Mitglied der CDU und des Schriftstellerverbandes, deren tragikomischen Lebenslauf zwischen Verbergen und Anpassen, zwischen Aufmucken und unkonventionellem Lebensstil er nachverfolgt hat.
Lutz Rathenow, geb. 1952 in Jena, erfand und leitete zuvor den Jenaer „Arbeitskreis Literatur und Lyrik“ bis zu dessen Verbot 1975. Zog nach der ersten Verhaftung 1977 nach Ostberlin, wurde Schriftsteller. Lutz Rathenow ließt aus „Trotzig lächeln und das Weltall streicheln. Mein Leben in Geschichten“ (2022), aus seinen neuen Gedichten „Früher ist morgen“ (2025) und aus „Zangengeburt – Gedichte aus einem anderen Jahrtausend“.
Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
Eine Kooperationsveranstaltung des Aufarbeitungsbeauftragten mit der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V..
„An der Schmerzgrenze“ – ein Kunst- und Aufarbeitungsprojekt von politisch Verfolgten der DDR
14.04.2026, 18 Uhr bis 19.30 Uhr
Ort: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (Kronenstraße 5, Berlin) und online
Erfahrungen politischer Verfolgung in der DDR prägen Betroffene oft ein Leben lang. Ihre Aufarbeitung ist schmerzhaft, zugleich aber zentral für das Verständnis der SED-Diktatur. Die überregionale Zeitzeugenwerkstatt des Aufarbeitungsbeauftragten Sachsen-Anhalt und der Universitätsklinik Magdeburg hat sich dieser Aufgabe gewidmet. Unter Leitung der Psychologin Elisabeth Vajna entstand eine multimediale Online-Ausstellung, die persönliche Schicksale eindrücklich sichtbar macht und zum Dialog einlädt. Die Veranstaltung beginnt mit einem virtuellen Rundgang durch die Ausstellung. Anschließend berichten Beteiligte im Gespräch über ihren Arbeitsprozess und diskutieren Fragen nach der (künstlerischen) Verarbeitung traumatischer Erfahrungen, der Rolle von Gemeinschaft und der Bedeutung von Zeitzeugenschaft für die Bildungsarbeit. Im Anschluss besteht Gelegenheit für Fragen und Austausch. Mehr Informationen zum Veranstaltungsprogramm finden Sie hier.
Die Veranstaltung kann live über den Youtube-Kanal der Bundesstiftung Aufarbeitung verfolgt werden.
Eine Veranstaltung des Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Ausstellungseröffnung: "Einweisungsgrund: Herumtreiberei"
07.04.2026
Ort: Stadtbibliothek Magdeburg, Breiter Weg 109, 39104 Magdeburg
Die Wanderausstellung „Einweisungsgrund: Herumtreiberei“ dokumentiert staatliche Repression gegen Mädchen und Frauen in der DDR. Im Fokus steht die Umerziehung in den Geschlossenen Venerologischen Stationen, in denen systematisch sexualisierte Gewalt ausgeübt wurde. Betroffen waren vor allem Mädchen und Frauen, deren Verhalten von den sozialistischen Idealen der Arbeitsdisziplin, des partnerschaftlichen Zusammenlebens oder der Staatstreue abwich. Die Ausstellung will den Erfahrungen der betroffenen Frauen zu mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung verhelfen. Deshalb stehen ihre Stimmen im Mittelpunkt der Präsentation. Darüber hinaus werden Fotos und Dokumente gezeigt, die das Zusammenwirken der verschiedenen Umerziehungsinstitutionen der DDR verdeutlichen. Die Ausstellung kann bis 30.04.2026 zu den Öffnungszeiten der Zentralbibliothek, Mo - Fr von 10 Uhr bis 19 Uhr und Sa von 10 Uhr bis 15 Uhr besichtigt werden.
Eine Veranstaltung des Landesfrauenrats Sachsen-Anhalt, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt, der Gedenkstätte GJWH Torgau und der Initiative Riebeckstraße 63.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Tag der Demokratiegeschichte
18. März 2026, ab 16:30 Uhr
Die Hansestadt Stendal und die lokalen Demokratiepartnerschaften laden im Rahmen des Tags der Demokratiegeschichte zu zwei kostenfreien Veranstaltungen zur Wendezeit 1989/90 ein.
Um 16.30 Uhr beginnt eine Stadtführung zu historischen Orten der Wendezeit (Treffpunkt: Markt 1).
Ab 18.00 Uhr findet in der Stadtbibliothek Stendal (Mönchskirchhof 1, 39576 Stendal) eine Podiumsdiskussion mit dem Aufarbeitungsbeauftragten Johannes Beleites, Horst Paulus (Ingenieur beim Bau des Kernkraftwerks Arneburg) und Petra Drescher (engagiert bei den Friedensgebeten zur Wendezeit und Leiterin der AG Altstadtsanierung des Neuen Forums in Stendal) statt; die Moderation übernimmt Bernd-Volker Brahms.
Die Veranstaltung steht unter der bundesweiten Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Das Veranstaltungsformat wird durch die "Stiftung Orte der Demokratiegeschichte" gefördert.
Tag der Archive: Alte Heimat neue Heimat
7. März 2026, 10.00–16.00 Uhr
Ort: Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Merseburg, König-Heinrich-Straße 83, 06217 Merseburg.
Das Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Merseburg, lädt am Tag der Archive zu Führungen, Vorträgen und Buchvorstellungen ein. Der Eintritt ist frei.
Der Aufarbeitungsbeauftragte Johannes Beleites und Wolfram von Scheliha, Referent für Zeitzeugenarbeit, Erwachsenenbildung und Kulturgeschichte der DDR, sprechen zur Rolle der Archive in der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit und stellen das neue Plakat „Der 17. Juni 1953 in Merseburg“ zur Wanderausstellung „MENSCHEN RECHT FREIHEIT PROTEST. Der Aufstand vom 17. Juni 1953 in Sachsen-Anhalt“ vor.
Führungen mit Magazinbesichtigung (Treffpunkt: Eingangsbereich): 10.00, 13.00 und 15.00 Uhr.
Vorträge (Ausstellungs- und Vortragsraum):
10.00 Uhr Johannes Beleites: „Die Diktatur in der Konservenbüchse. Archive und die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit“
10.40 Uhr Dr. Wolfram von Scheliha: Präsentation des neuen Plakats „Der 17. Juni 1953 in Merseburg“
11.00 Uhr John Palatini: „Heimat gestalten, Engagement stärken, Menschen verbinden“
Buchvorstellungen (Ausstellungs- und Vortragsraum):
14.00 Uhr Prof. Dr. Herbert Witte: „Die Rettung von Halle (Saale) im April 1945“
15.00 Uhr Dr. Rainer Karlsch: „Familienunternehmen in Ostdeutschland“ sowie „Das Chemie-Dreieck bleibt!
Lesung: Stefan Wellgraf, "Staatsfeinde"
05.03.2026, Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr, Kulturzentrum Moritzhof Magdeburg
Woher kommt rechte Gewalt im Osten? Während häufig autoritäre DDR-Strukturen als Ursache genannt werden, setzt der Sozialwissenschaftler Stefan Wellgraf einen anderen Schwerpunkt: Er zeigt, wie oppositionelle und antiautoritäre Jugendliche bereits in der DDR in Konflikt mit dem Staat gerieten und sich teils rechten Subkulturen zuwandten.
In seinem Buch „Staatsfeinde. Rechte Subkulturen in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren“ zeichnet Wellgraf auf Grundlage langjähriger Feldforschung und Archivrecherchen nach, wie sich Misstrauen gegenüber staatlichen Eliten entwickelte, nach 1990 verfestigte und so den Nährboden für heutigen Rechtspopulismus bereitete.
Stefan Wellgraf (geb. 1979 in Ost-Berlin) ist Kultur- und Sozialwissenschaftler und forscht an der Humboldt-Universität zu Berlin zu Transformationen rechter Gewalt in Ostdeutschland.
Moderation: Johannes Beleites (Beauftragter des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur) und Sarah Thäger (Literaturhaus Magdeburg e.V.)
Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Literaturhaus Magdeburg e.V. im Rahmen der Veranstaltungsreihe „UND NU?!“
