Menu
menu

Fortsetzung der Online-Veranstaltungsreihe „SED-Unrecht: Aufarbeitung und Rehabilitierung kompakt in 60 Minuten“ 2024

Die Landesbeauftragte lädt 2024 zur Fortsetzung der thematisch breit aufgestellten öffentlichen Online-Veranstaltungsreihe ein. In 60 Minuten werden aktuelle Fragen der Aufarbeitung der SED-Diktatur in Sachsen-Anhalt allgemein verständlich präsentiert und diskutiert.

Die Veranstaltungen finden zwischen dem 5. März und 7. Mai jeweils Dienstag von 17.00 – 18.00 Uhr via Zoom statt. Hier finden Sie das gesamte Programm.

 

Alle sechs Termine der Fortsetzung der Veranstaltungsreihe im Frühjahr 2024 :

5.3.2024 (Di), 17–18 Uhr 
Härtefallfonds für Verfolgte aus SBZ/DDR in Sachsen-Anhalt
Referentin:          Birgit Neumann-Becker, Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

19.3.2024 (Di), 17–18 Uhr 
Vorfall in Zelle 3. Die Rolle der Botschaften bei der Aufklärung von Polizeigewalt an Vertragsarbeitern
Referent:          Dr. Christian Dietrich, Institut für Landesgeschichte Halle

9.4.2024 (Di), 17–18 Uhr 
Ehemalige Heimkinder der DDR – Traumatische Erfahrungen und deren Bewältigung über die Lebensspanne
Referentin:         Prof. Heide Glaesmer, Universität Leipzig

16.4.2024 (Di), 17–18 Uhr 
Das MfS und die ausgebliebene Niederschlagung der Konterrevolution 1989/90
Referent:         Dr. Jens Gieseke, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

23.4.2024 (Di), 17–18 Uhr 
Symbol 89 – Die DDR-Wahlfälschungen und ihre strafrechtliche Aufarbeitung
Referent:         Dr. Jan Müller, Jurist, Ministerialrat (angefragt)

7.5.2024 (Di), 17–18 Uhr 
Mit einer Bezirksauswahl zum Europapokalsieg - Fußball, Fans und Fanatismus im Osten Deutschlands
Referent:         Alexander Mennicke, Universität Leipzig

Wir bitten um Anmeldung zur einzelnen Veranstaltung oder zur gesamten Reihe per E-Mail: veranstaltung(at)lza.lt.sachsen-anhalt.de bzw. über Tel.: 0391/560 1511. Eine Anmeldebestätigung erhalten Sie nicht. Rechtzeitig vor der Veranstaltung erhalten Sie per E-Mail den entsprechenden Link zur Teilnahme.

Neues Angebot für Betroffene von SED-Unrecht

Die Landesbeauftragte bietet ein neues Veranstaltungsangebot für Betroffenen von SED-Unrecht an. Von SED-Unrecht betroffenen Menschen soll geholfen werden „Worte für das Schweigen“ zu finden.  An folgenden Terminenen findet der Zeitzeugenclub online jeweils von 11-12:30 Uhr statt: 1.2.2024; 7.3.2024; 8.5.2024; 6.6.2024; 19.9.2024; 24.10.2024; 28.11.2024. Längere Treffen vor Ort in Magdeburg finden jeweils von 11-16 Uhr am 4.4.2024 und 29.8.2024 statt.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Bei Interesse informieren Sie sich gerne direkt bei der Ansprechpartnerin für den Zeitzeugenclub, Frau Elisabeth Vajna (E-Mail: Elisabeth.Vajna@lt.sachsen-anhalt.de; Tel.: 0391 5601503).

Ausstellung der Landesbeauftragten zum 17. Juni 1953

Weniger als vier Jahre nach der Gründung der DDR hatten die Menschen genug von der SED-Diktatur. Genug vom Sozialismus, genug von der ineffizienten Planwirtschaft, genug von der Verstaatlichung der Industrie und der Kollektivierung von Landwirtschaft und Handwerk, genug von Verhaftungen und Repressionen. Was noch weithin unbekannt  ist: Rund um den 17. Juni 1953 war nicht nur Berlin, sondern gerade auch das heutige Sachsen-Anhalt ein Zentrum von Streiks und Demonstrationen. Allein in Halle, Magdeburg, Bitterfeld und Leuna gingen Zigtausende von Menschen auf die Straße. An mehr als  240 Orten in Sachsen-Anhalt kam es zu Protesten. Die Demonstranten forderten Freiheit und Menschenrechte, das Ende der SED-Diktatur, freie Wahlen und die Deutsche Einheit. Der 17. Juni 1953 war ein Meilenstein der deutschen Demokratiegeschichte.

Die multimediale Plakatausstellung zeigt auf 25 Tafeln die Vor-, Nach- und Wirkungsgeschichte des Aufstands. Anhand von einzigartigen Fotos, Tondokumenten und Zeitzeugenberichten beleuchtet sie die Ereignisse an zehn Orten: Bitterfeld-Wolfen, Dessau, Halberstadt, Halle (Saale), Jessen (Elster), Leuna, Magdeburg, Roßlau, Schönebeck (Elbe) und Wernigerode. Die Ausstellung umfasst 135 Bilder von mehr als 50 nationalen und  internationalen Leihgebern. Sie enthält mehr als 150 Verlinkungen zu weiterführenden Informationen, die über QR-Codes mit mobilen Endgeräten (z. B. Smartphones) abgerufen werden können. Zu der Ausstellung gibt es ein Begleitheft sowie pädagogisches Begleitmaterial. Sie kann kostenlos entliehen werden.

Die Landesbeauftragte macht das Ausmaß des Aufstands vom 17. Juni 1953 im ganzen Land Sachsen-Anhalt online sichtbar

Nahezu flächendeckend fanden am 17. Juni 1953 auf dem Gebiet des Landes Sachsen-Anhalt Streiks und Demonstrationen von Arbeitern, Bauern und Bürgern gegen die SED-Diktatur statt. Die Menschen erhoben sich nicht nur im mitteldeutschen Industrie-Revier – in Halle (Saale) fand am 17. Juni mit rund 60.000 Teilnehmern die größte Kundgebung statt -, sondern ganz besonders auch im ländlichen Bereich. Die Menschen demonstrierten gegen die politischen Zustände in der DDR, gegen die Unterdrückung der Menschenrechte und die Gängelung durch die SED. Auf der nun zugänglichen Karte wird sichtbar: von Seehausen im Norden bis nach Weißenfels im Süden, von Jessen im Osten bis nach Harbke an der innerdeutschen Grenze traten Demonstranten für ihre Freiheitsrechte ein. Die Erweiterung der Karte "Orte der Repression in Sachsen-Anhalt" zeigt die Todesopfer, Dörfer/Städte mit Aufständen, Betriebe mit Aufständen und wichtige Protestorte.

Zur Karte "Orte der Repression in Sachsen-Anhalt".

Zur PDF der Pressemitteilung zur Erweitungerung der Karte.

Rundbrief

Sind die politischen Anliegen und Ziele der DDR-Opposition auch in Sachsen-Anhalt und der mittelosteuropäischen Dissidenten für die Gegenwart noch relevant?

Diskusionsabend mit Jan Sicha (Historiker, Autor, ehem. Prager Studentenführer) und Wolfram Tschiche (Theologe, Philosoph, Publizist, als DDR-Oppositioneller engagiert) in Kooperation mit der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatir. Eintritt frei.

Termine: 
11.3. (Mo), 17 Uhr, Stadtbibliothek Magdeburg
, Breiter Weg 109, 39104 Magdeburg
12.3. (Di), 18.30 Uhr, Kreisvolkshochschule Salzwedel, Raum 209, Karl-Marx-Straße 15, 29410 Salzwedel
14.3. (Do), 18 Uhr, Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle, Am Kirchtor 20 b, 06108 Halle (Saale)

Jugendhaus Halle „Die Schlägerei hört einfach nicht auf.“ Gefängnisalltag (1971-1990)

Lesung im Rahmen von „Halle liest mit“: Jugendhaus Halle „Die Schlägerei hört einfach nicht auf.“ Gefängnisalltag (1971-1990)

Anhand und auf Basis neuer Quellen aus fünf Archiven – darunter Unterlagen aus dem Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv Halle – hat Dr. Udo Grashoff die Geschichte des größten Jugendgefängnisses in der DDR aufgearbeitet. In die Darstellung sind zudem die Schilderungen aus 20 Zeitzeugeninterviews eingeflossen. Der Autor zeichnet in der gerade erschienenen Publikation zum Jugendhaus Halle den Häftlingsalltag anschaulich nach. Dieser war geprägt durch einen strikten Tagesablauf, militärischen Drill und Drangsalierung durch die Bediensteten und damit Strukturen unterworfen, die den offiziellen Erziehungsanspruch konterkarierten. Das Buch wirft ein Schlaglicht auf ein Gewaltmilieu der späten DDR, in dem das Ausmaß an Demütigungen und physischer Gewalt ungewöhnlich groß war. Es zeigt dabei auf, wie einerseits die Häftlingshierarchie brutal durchgesetzt wurde, berichtet andererseits aber auch vom Eigensinn der Inhaftierten.

Termin: 21.3. (Do), 17–18.30 Uhr
Veranstalter:  Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Halle, Tel.: 03018665-2711, E-Mail: halle.stasiunterlagenarchiv(at)bundesarchiv.de in Kooperation mit der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Zeit-Geschichte(n) e.V. Halle, der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle,  dem Mitteldeutschen Verlag, der Stadt Halle und der Leipziger Buchmesse
Ort: Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv Halle, Blücherstr. 2, 06122 Halle (Saale)

Die Solidarische Kirche als Wegbereiterin der Friedlichen Revolution

LESUNG UND GESPRÄCH zur Publikation "Die Solidarische Kirche als Wegbereiterin der Friedlichen Revolution" im Rahmen der Leipziger Buchmesse mit Autor Lothar Tautz und Herausgeberin Birgit Neumann-Becker (Landesbeauftragte Aufarbeitung SED-Diktatur Sachsen-Anhalt).

Termin: 23.3. (Sa), 16 Uhr
Veranstalter: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ in Kooperation mit der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Mitteldeutschen Verlag
Ort: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, Dittrichring 24, 04109 Leipzig, ehemaliger Stasi-Kinosaal

An der Grenze erschossen. Erinnerung an die Todesopfer des DDR-Grenzregimes in Sachsen-Anhalt

Ausstellung: An der Grenze erschossen. Erinnerung an die Todesopfer des DDR-Grenzregimes in Sachsen-Anhalt

Termin: 23.–24.3. (Sa/So), 14–18 Uhr 
Grenzdenkmalverein e.V. Hötensleben in Kooperation mit der Beauftragten des Landes-Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Ort: Rathaus Hötensleben, Hospitalstraße 1, 39393 Hötensleben

Veranstaltungskalender 2024 des Fachbeirates Nationales Naturmonument Grünes Band Sachsen-Anhalt

Multimedia-Portal Grünes Band

Seit November ist das Multimedia-Portal Grünes Band online. Das Portal ist ein Projekt des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt e. V., gefördert aus Mitteln der Staatskanzlei und des Ministeriums für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt.
Hier gelangen Sie zum Portal -->>>

 

Unterstützung von Fahrten in die Gedenkstätten der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt durch die Landeszentrale für politische Bildung

Die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt fördert im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel ab 2019 die Fahrtkosten der Schülerinnen und Schüler und der pädagogischen Begleiter der allgemeinbildenden und der berufsbildenden Schulen als Vollfinanzierung, wenn die Fahrtkosten aufgrund von Fahrten zu den Gedenkstätten der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt angefallen sind. 

--> Zur Seite der Landeszentrale und den Antragen zur Unterstützung von Fahrten in Gedenkstätten