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Beratungstage

Liebe Leserin, lieber Leser,

seit März 2001 führt die Landesbeauftragte in den Landkreisen und kreisfreien Städten Sachsen-Anhalts Bürgersprechtage durch, in denen sie Beratungen für Personen anbietet, die in der DDR aus politischen Gründen Unrechtserfahrungen machen mussten. 

Politisches Unrecht betraf auch in Sachsen-Anhalt Tausende von Jugendlichen, Frauen und Männern. Sie wurden aufgrund politischer Vergehen inhaftiert und zu Haftstrafen verurteilt, von der Stasi bespitzelt und zersetzt, in Jugendwerkhöfe oder Spezialheime eingewiesen, zwangsausgesiedelt oder ihnen wurden Bildungswege und Berufsabschlüsse verweigert. Viele Familien wurden so zu Opfern von Enteignungen oder beruflichen Benachteiligungen. Unser Angebot richtet sich insbesondere an: 

  • zu Unrecht Inhaftierte,
  • zu Unrecht Inhaftierte nach § 151 des Strafgesetzbuchs der DDR,
  • Verschleppte und Zwangsausgesiedelte,
  • von Zersetzungsmaßnahmen Betroffene,
  • durch Zurücksetzungen und Benachteiligung in Schule, Ausbildung oder Beruf beschädigte Personen,
  • Personen, die durch Akteneinsicht seelisch belastet wurden,
  • ehemalige DDR-Heimkinder,
  • Betroffene von DDR-Staatsdoping, 
  • Betroffene der kontaminierten Anti-D-Prophylaxe 1978/1979,
  • Betroffene, die Eingriffe in Vermögen und Eigentum erlitten haben,
  • Hinterbliebene und Angehörige von Opfern

Das erlittene Unrecht können wir nicht ungeschehen machen, aber wir können helfen, es zu lindern. Wir beraten Sie nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen und können mit Ihnen schauen, welche Möglichkeiten der Rehabilitierung oder Anerkennung es in Ihrem Fall geben könnte.

Hierzu finden 2023 an den folgenden Standorten zusätzliche, zum Teil einmalige Beratungsangebote in Sachsen-Anhalt sowie Niedersachsen statt. Um auf individuelle Anfragen und Bedürfnisse adäquat eingehen zu können, wird die Beratung in Einzelgesprächen durchgeführt. Wir bitten daher um eine rechtzeitige Anmeldung über die angegebenen Möglichkeiten. 

Bitte beachten Sie zudem die regelmäßig von der Landesbeauftragten und ihren Mitarbeitern sowie dem Cariatsverband für das Bistum Magdeburg e.V. durchgeführten Beratungsangebote.

Ort Datum Beratung durch Anmeldung unter
Aschersleben 20. Juni Caritasverband  0391 560 150 5
Braunschweig
(Niedersachsen)
15. November Ministerium für 
Inneres und Sport
keine Anmeldung nötig
Hansestadt Havelberg 10. Oktober Landesbeauftragte 0391 560 150 5
Klötze 16. März
21. September
Landesbeauftragte 0391 560 150 5
Lüchow 
(Niedersachsen)
23. Mai Ministerium für 
Inneres und Sport
keine Anmeldung nötig
Quedlinburg 30. Mai Caritasverband 0391 560 150 5
Querfurt 28. November Caritasverband 0391 560 150 5
Sangerhausen 24. Okober Caritasverband 0391 560 150 5
Schönebeck 09. März
14. September
Landesbeauftragte 0391 560 150 5
Tangerhütte 15. März 
20. September
Landesbeauftragte 0391 560 150 5
Wanzleben 29. Juni 
30. November
Landesbeauftragte 0391 560 150 5
Wolmirstedt 11. Mai 
09. November
Landesbeauftragte 0391 560 150 5
Zerbst 21. Juni 
29. November
Landesbeauftragte 0391 560 150 5

 

Kontakt zur Behörde

Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt 
zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Schleinufer 12
39104 Magdeburg 

Tel.: 0391 - 560 1501
Fax: 0391 - 560 1520
E-Mail: Info(at)lza.lt.sachsen-anhalt.de

Sprechzeiten in der Behörde

Mo 9.00 bis 15.00 Uhr
Di 9.00 bis 17.00 Uhr
Mi 9.00 bis 15.00 Uhr
Do 9.00 bis 15.00 Uhr
Fr 9.00 bis 13.00 Uhr

Informationen zur Rehabilitierung

Rechtsprechungen zu Rehabilitierungsverfahren

Datenbank im Bürgerservice

Seit dem 1. Januar 2015 steht unter der Internetadresse http://www.landesrecht.sachsen-anhalt.de/ > Navigation "Rechtsprechung" die Rechtsprechungsdatenbank des Landes Sachsen-Anhalt zur freien Recherche zur Verfügung. Die Datenbank enthält alle veröffentlichten Urteile und Beschlüsse der Gerichte des Landes Sachsen-Anhalt (ohne Landesverfassungsgericht) ab dem 1.1.2010.