Anzahl der Einträge: 5 / bitte auch die Unter-Seiten beachten – Aktualisierung: 18.7.2018

Zeitgleich, spätestens aber nach 1 bis 2 Monaten werden die „aktuellen“ Einträge den „Themen“ zugeordnet (Beiträge ab 2014).

Die Seiten „Termine“ und „Beratungstage“ sind als Unter-Seiten zu „Aktuelles“ eingeordnet.

Auf weiteren Unter-Seiten finden Sie regelmäßige Beteiligungen an größeren Veranstaltungen (Sachsen-Anhalt-Tag usw.), auch in der Rückschau (19.1.2017).

 

 

Pressemitteilung Nr. A 15 / 2018: Information zu einem Forschungsvorhaben: Wo ist mein Kind? Magdeburg, 18.7.2018

Aufarbeitung von Situationen aus den 1970er und 1980er Jahren in Sachsen-Anhalt, bei denen Eltern vermuten, dass ihnen der Tod ihres neugeborenen Kindes nach der Geburt vorgetäuscht wurde.

Birgit Neumann-Becker:
„In diesem Forschungsprojekt geht es um die Aufarbeitung der schweren und häufig lebenslang prägenden Erfahrung, ein Kind verloren zu haben. 
Seit einigen Jahren kommen Frauen auf die Landesbeauftragte zu, die der Information keinen Glauben (mehr) schenken, ihr Kind sei vor, während oder nach der Geburt verstorben. Diese Frauen haben meist in den 1970er oder 1980er Jahren in der DDR ihr Kind entbunden. Heute stellen eine Reihe der betroffenen Frauen diese Information in Frage. Sie halten für möglich, dass ihr Kind nicht gestorben ist, sondern lebt und nicht über seine Herkunft informiert ist. 
In unserem Forschungsprojekt sollen diese Fragen unter medizinischen, ethischen und historischen Aspekten in einem Pilotprojekt umfassend aufgearbeitet werden.“

>> Zur Pressemitteilung (PDF-Datei).

 

 

 

Zwischen Schweigen und Sprechen. Innerfamiliäre Kommunikation über politische Verfolgung in der SBZ/DDR

Symbolbild Bundeskongress 2018

22. Bundeskongress der Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Folgen der kommunistischen Diktatur sowie der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit den Verfolgtenverbänden und Aufarbeitungsinitiativen vom 8. bis 10. Juni 2018 in Potsdam

Mit der Friedlichen Revolution, dem Ende der SED-Diktatur, sind die einschneidenden Erfahrungen ehemals politisch Verfolgter und ihrer Angehörigen nicht verschwunden. Sie prägen auf unterschiedliche Weise das Leben jedes Einzelnen, das Zusammenleben der Familie oder ihr Auseinanderbrechen. Den Betroffenen fällt es oftmals schwer, über ihr widerständiges Handeln und verunsichernde Verfolgungserfahrungen mit anderen zu sprechen. Nicht selten verstummen sie zeitweilig oder dauerhaft, weil sie keine Worte finden, mit denen sie ihr Erleben anderen vermitteln können.

Diejenigen, die sprechen wollten, hielten sich zurück, um ihnen nahestehende Menschen mit ihrer Erzählung nicht in Gefahr zu bringen und vor allem ihre Kinder nicht damit zu belasten. Insbesondere die Kinder und Partner oder andere nahe Angehörige waren jedoch direkt oder indirekt vom geleisteten Widerstand und den Verfolgungsmaßnahmen betroffen. 

Der diesjährige Bundeskongress will den Fragen nachgehen, ob und wie das unterschiedliche Erleben beschwiegen und besprochen wurde bzw. wird. Wie kann es heute gelingen, diese Erfahrungen miteinander zu teilen und welche Impulse können von der innerfamiliären Aufarbeitung ausgehen, um das Erlebte in unser kulturelles Gedächtnis aufzunehmen? 

Bundeskongress
Freitag, 8. Juni bis Sonntag, 10. Juni 2018

Seminaris SeeHotel Potsdam, An der Pirschheide 40, 14471 Potsdam 

Eine Teilnahme ist nur mit Anmeldebestätigung möglich. 

Veranstalter
Konferenz der Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Folgen der kommunistischen Diktatur Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

 

Pressemitteilung Nr. A 8 / 2018: Einladung zur Fortbildungsveranstaltung/Buchlesung in Berlin: Betriebsgesundheitswesen und Arbeitsmedizin in der DDR am Beispiel des Bezirkes Magdeburg. Magdeburg, 2.5.2018

Zeit:        Dienstag,  22. 5.,     16 – 18 Uhr

Ort:         Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund, Luisenstraße 18, 10117 Berlin

Moderation:    Birgit Neumann-Becker, Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Präsentation:    Prof. Dr. Florian Steger, Direktor des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Universität Ulm

Eintritt frei.   
Um Anmeldung mit dem Hinweis „22.05.2018“ wird gebeten bis zum 17.05.2018 per E-Mail an:
veranstaltungen(at)lv.stk.sachsen-anhalt.de

Veranstalter:    Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund, Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und Stiftung Arbeitsmedizin und Prävention

Birgit Neumann-Becker: „Dieser Band zeigt am Beispiel des Bezirks Magdeburg, wie in der DDR unter staatlicher Aufsicht und mit staatlicher Anordnung unverantwortlich die Gesundheit von Beschäftigten dauerhaft gefährdet und teilweise auch zerstört wurde. Mangelnde Arbeitssicherheit, überalterte Produktionsanlagen, tödliche Unfälle und frisierte Bilanzen sind Bestandteile gescheiterter sozialistischer Planwirtschaft, deren Preis die Arbeiter zu zahlen hatten.“

Prof. Dr. Florian Steger ist seit 2016 Direktor des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Universität Ulm und war zuvor Direktor am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Er ist gemeinsam mit Carolin Wiethoff Autor des 2018 erschienenen Buches „Betriebsgesundheitswesen und Arbeitsmedizin im Bezirk Magdeburg“ und wird im Rahmen der Veranstaltung die zentralen Studienergebnisse hieraus vorstellen.

>> Zur offizielle Einladungskarte (PDF-Datei)

>> Zur Pressemitteilung (PDF-Datei).

 

 

 

Unter kommunismusgeschichte.de präsentiert die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ab sofort umfangreiche Informationen und Materialien zur Kommunismusgeschichte. Unter anderem wird die neue Wissensplattform mittelfristig alle Ausgaben des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung (JHK) als E-Book zugänglich machen. Zum Start der Website sind dort nicht nur die Jahrgänge 2005 bis 2015 der wichtigsten deutschsprachigen Jahresschrift zur Kommunismusgeschichte durchsuchbar. Gleiches gilt für über 5.500 Biografien der deutschen Kommunismus- und DDR-Geschichte sowie bekannter und unbekannter Persönlichkeiten, die im Ostblock in Opposition zu den kommunistischen Diktaturen standen. In derzeit rund 70 Podcasts können auf der Webseite Diskussionen und Vorträge zur Kommunismusgeschichte nachgehört werden. Namhafte Historikerinnen und Historiker haben für kommunismusgeschichte.de individuelle Leseempfehlungen verfasst. Darüber hinaus weist die neue Internetressource den Weg zu einschlägigen Forschungseinrichtungen, Bibliotheken, Archiven, Museen sowie Gedenkstätten; sie verzeichnet Bildungsmaterialien sowie Hinweise auf Spiel- und Dokumentarfilme. Der Bereich „Aktuelles“ informiert über Veranstaltungen sowie Konferenzen und verlinkt auf aktuelle Medienberichterstattung zum Thema.

Das Angebot richtet sich an Studierende, Wissenschaftler, Mittler der historischen Bildung, Lehrer und Journalisten, die mit kommunismusgeschichte.de erstmals ein breites Informations- und Rechercheangebot zum Thema unter einer zentralen Adresse erhalten. Darüber hinaus bietet eine illustrierte Zeitleiste, die Schlaglichter auf die Geschichte des internationalen Kommunismus im 20. Jahrhundert wirft, und eine interaktive Karte auch dem zeithistorisch interessierten Bürger einen Einstieg in die Website. Ein zentrales Suchfeld ermöglicht dem Nutzer eine freie Suche, deren Ergebnisse für alle Kategorien übersichtlich und nach Relevanz sortiert dargestellt werden. Die Seite wird im Verlauf des Jahres 2017 kontinuierlich erweitert und ausgebaut.

Neue Ausstellung zur Kommunismusgeschichte

 

 

Zeitzeugen gesucht – TUD-Projekt untersucht, warum viele Bürger ihre Stasi-Unterlagen nicht einsehen wollen

Wir suchen Zeitzeugen/innen
© ritfuse/shutterstock.com

Der Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der TU Dresden forscht in Zusammenarbeit mit dem MPI für Bildungsforschung, Berlin zum Thema:

Gewolltes Nicht-Wissen. Zu Kontexten, Gründen und Auswirkungen der Nichteinsichtnahme in die eigenen Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit

1992 wurden die Archive des Ministeriums für Staatssicherheit geöffnet. Dennoch verzichten viele Menschen bis heute auf die Einsichtnahme in die Unterlagen, die die Staatssicherheit über sie angelegt hat. Dieses Thema greift das Forschungsprojekt „Gewolltes Nicht-Wissen: Zu Kontexten, Gründen und Auswirkungen der Nichteinsichtnahme in die eigenen Unterlagen beim Ministerium für Staatssicherheit“ am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der TU Dresden auf. Gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin wollen die Wissenschaftler herausfinden, warum manche Personen auf eine Einsichtnahme in ihre Stasi-Unterlagen verzichten.

Gesucht werden Interviewpartner, die zu einem Zeitpunkt vor 1989 in der DDR gelebt haben und vermuten, dass Unterlagen über sie gesammelt wurden, aber bisher auf die Einsichtnahme, verzichtet haben. „Uns interessiert der Entscheidungsprozess der Menschen. Welche Motive haben die Entscheidung beeinflusst? Wann fiel diese Entscheidung? Hat sich die Entscheidung mit der Zeit geändert? Welche Erwartungen und vielleicht auch Befürchtungen waren und sind für diese Entscheidung wesentlich?“ erklären Dorothea Möwitz und Christiane Steigel vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte. „Wir würden uns sehr freuen, wenn sich Personen melden, die ihre Erfahrung mit uns teilen und uns an ihrem Entscheidungsprozess teilhaben lassen. Im Interview sollen sie zu Wort kommen. Dafür haben auch ausreichend Zeit eingeplant.“

Die Daten der Interviews werden anonymisiert verwendet und nach den Regeln des Schutzes personenbezogener Daten genutzt.

Für außerhalb der Region Dresden wohnende Interviewpartner besteht nach Absprache die Möglichkeit, dass die interviewenden Wissenschaftler solche Interviewpartner besuchen.

Interessenten können sich jederzeit bei Dorothea Möwitz und Christiane Steigel melden. Beide werden die Interviews führen und stehen als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung:

Tel.: +49 (0) 351 463-39716 (erreichbar Mo–Mi von 9–18 Uhr)
research_nng(at)mailbox.tu-dresden.de
 

Weitere Informationen zur Studie gibt es unter: https://www.tu-dresden.de/gsw/gewolltes_nichtwissen

 

© Sven Geise/TUD 

 

Mitmachen: Logo herunterladen!Logo Weltoffen

Thema "Wo ist mein Kind? - Zwangsadoptionen in der DDR": Sendung MDR exakt - die Story vom 6.6.2018, Quelle: Das Erste/MDR

Logo mdr exakt - die Story

Eltern suchen ihre Kinder, Schwestern und Brüder ihre Geschwister. (30 Minuten)

siehe Pressemitteilung der Landesbeauftragtenkonferenz vom 27.3.2018 (auf der Seite der Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern)

siehe PM Nr. 15 / 2018 vom 18.7.2018

 

 

Thema "Gestohlene Kinder der DDR": Sendung MDR Sachsen-Anhalt heute vom 4.4.2018, 19 Uhr, Quelle: Das Erste/MDR

Logo MDR Sachsen-Anhalt heute

Die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Sachsen-Anhalt im Gespräch mit dem MDR (6:54 Minuten); nicht mehr in der Mediathek

siehe Pressemitteilung der Landesbeauftragtenkonferenz vom 27.3.2018 (auf der Seite der Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern)

siehe PM Nr. 15 / 2018 vom 18.7.2018

 

 

Die Aufarbeitungsbeauftragte Sachsen-Anhalt beteiligte sich beim 22. Bundeskongress 8. bis 10.6.2018 in Potsdam

Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke bei der Kongresseröffnung
Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke bei der Kongresseröffnung
Infotisch der Aufarbeitungsbeauftragten Sachsen-Anhalt beim 22. Bundeskongress
Infotisch der Aufarbeitungsbeauftragten Sachsen-Anhalt beim 22. Bundeskongress
Ausstellung: „Von Sprachlosigkeit befreien“
Ausstellung: „Von Sprachlosigkeit befreien“
Schlussplenum „Reflexion“ mit Curt Stauss
Schlussplenum „Reflexion“ mit Curt Stauss

(siehe PM vom 10.6.2018)